Leserkommentar von Dr. Ralf Hettich – Das passiert bei der Prostata-OP mit der Harnröhre

Leserkommentar von Dr. Ralf Hettich in der Ärzte-Zeitung.de vom 29. Februar 2012 zu dem Artikel “Prostata-Op: Training gegen die Inkontinenz”.

Gut zu wissen, was bei der Prostata-Operation mit der Harnröhre passiert

Wenn durch einen operativen Eingriff die Prostata entfernt wird, dann wird das Stück Harnröhre, das durch die Prostata hindurchführt, ebenfalls entfernt. Auch der Blasenhals, der den inneren Schließmuskel beherbergt, fällt dem Eingriff zum Opfer. Dies hat nun deutliche Konsequenzen auf Ihren Harntrakt, denn es fehlt nun eine Wegstrecke von etwa 2 Zentimeter.

Desweiteren kann der Operateur aufgrund des histologischen Befundes auch noch entscheiden, dass das um die Prostata sich befindliche Lymphsystem mit samt den Lymphbahnen und –knoten entfernt wird.

Die fehlende Wegstrecke überbrückt der operierende Arzt, indem er die Blase mit der verbliebenen Harnröhre und dem daran sich befindlichen äußeren Schließmuskel verbindet. Die Konsequenz dieser Operationsweise sehen Sie äußerlich daran, dass der Penis um die überbrückte Wegstrecke kürzer geworden ist.

Mit den besten Wünschen für Ihre Prostata-Gesundheit

Ihr Dr. Ralf Hettich

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